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Sie sind wieder da. Mit neuem Material. Mit neuem Album. Die Rede ist von Funeral For A Friend. Die Jungs aus dem verschlafenen Wales, die ich 2014 kurz auf ihrer Tour durch England und eben Wales begleiten durfte. Schon damals hatte mich Sänger Matt tierisch heiß gemacht auf „Chapter And Verse“, wie das neue Album heißt. Und er hat nicht zuviel versprochen.

Ganz im Gegenteil, auf „Chapter And Verse“ sind Funeral For A Friend wieder die Band, die sie am Anfang ihrer Karriere waren. Rau, ungebügelt, wahnsinnig vielseitig, kompromisslos. Wer auf sogenannten Posthardcore steht, mit harten Riffs, aber eben auch sensationell ruhigen und unglaublich melodiösen Parts, der ist hier genau richtig. Denn diese Platte hat alles, ohne sich in Platitüden zu verlieren.

Aber genug davon. Lassen wir die Platte doch einfach mal Song für Song durchlaufen:

Stand By Me For The Millionth Time

Der Opener zeigt direkt deutlich an, wohin es geht. Harte Screamo-Parts wechseln sich ab mit Matts wunderbar warmer Gesangsstimme. Der Sound ist echt, ohne die ganzen Soundeffekte, die man mittlerweile am Computer so produzieren kann.

You’ve Got A Bad Case Of The Religions

Highspeed, würde ich mal sagen. 1, 2, 3, 4 – wird der Takt angezählt und ab geht die wilde Fahrt.

Pencil Pusher

Zu diesem Song gab es noch vor der offiziellen Veröffentlichung der Platte bereits ein wirklich gutes Video. Guter Mitgröhlpart für die diversen Konzerte, die demnächst anstehen.

 

You Should Be Ashamed Of Yourself

Was soll man schreiben, wenn man aus dem Schwärmen nicht herauskommt? Auch hier geben Matt und seine Jungs alles. Die gesamte Bandbreite der Band ist hör- und spürbar.

1%

Mit „1%“ machte die Band genau das, was nötig war, um ihre Fans auf das Album scharf zu machen. Der Song kam mit einem Video auf den Markt, lange bevor das Album zum Gesprächsthema wurde. Wer vorher noch nie einen Song von FFAF gehört haben sollte und sich dann „1%“ aufs Ohr drückt, der weiß, warum die Band so viele Anhänger hat. Dieser Song IST FFAF in Reinform.

After All These Years… Like A Lightbulb Goin…

Nach den doch eher ruhigen Klängen von „1%“ geht es hier gleich wieder mächtig zur Sache. Schnell, direkt, hart, aber eben ganz FFAF-like nie auf Melodie verzichtend. Schöner Fast-Tempo-Song.

Modern Excuse Of Man

Ok, hier sind wir dann letztlich im Hardcore angekommen. Keine Rücksicht auf Schöngeister, „Modern Excuse Of Man“ verpasst dem Hörer eine fette Breitseite, die aber einfach nur Spaß macht.

Inequality

Puuuuh, erstmal durchatmen nach der Nummer von eben. Aber die Ruhe hält nicht lange an, da zieht das Tempo auch schon wieder an. Der Chorus ist dann wieder geschmeidig melodisch. Die Jungs wissen ganz genau, wie sie ihre Songs immer wieder spannend halten.

Brother

Und da ist sie endlich, die eine echte Ballade, die auf einem FFAF-Album nicht fehlen darf. „Brother“ besteht nur aus einer Akustikgitarre und Matts eindringlicher Stimme. Und ist Gänsehaut pur.

Donny

Song Nummer 10, „Donny“, ist dann wieder recht weit entfernt von einer Ballade. Es ist mehr ein schöner Mix aus Hardcore-Geballer und feinem Pop-Punk-Chorus. Eine Mischung, die klebrig sein könnte, es in diesem Fall aber überhaupt nicht ist.

The Jade Tree Years Were My Best

Man hätte ein solches Album nicht besser beenden können. „The Jade Tree Years Were My Best“ ist mehr als „nur ein weiterer Song“. Das Teil ist eine Hymne, die mal eben locker flockig 8:39 Minuten lang ist, ohne jemals zu lang zu wirken.
Nach 4:56 Minuten macht der Song eine Pause, um dann bei 5:33 mit einem hidden track den Rausschmeißer zu geben. Und was für einer. Hardcore at its best!

Band: Funeral For A Friend
Album: Chapter And Verse
Label: End Hits Records
VÖ: 23. Januar 2015

Wie gesagt, die Jungs gehen demnächst auch auf Tour. Hier sind die Tourdaten:

FUNERAL FOR A FRIEND – live 2015
25.01. DE – Köln – MTC
27.01. DE – Hamburg – Hafenklang
28.01. DE – Berlin – Casseiopeia
29.01. DE – München – Kranhalle
30.01. DE – Stuttgart – 12:10
31.01. DE – Wiesbaden – Schlachthof

Viel Spaß mit dem Album,
Euer AngryNorman

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