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Der erste Tag der kleinen Konzertreise war abgehakt. Nathan Gray und sein Solo-Programm wussten zu überzeugen. Hamburg adé – Köln, wir kommen. Family First Pre Fest war das Stichwort. Man, was habe ich mich darauf gefreut.

Dieser Abend ist vielversprechend: Gebäude 9 in Köln, da war ich noch nie. Ich weiß nur, dass es ein recht kleiner und enger Laden sein muss. Soviel hat mir mein Kumpel Stefan von veganrockcity.de jedenfalls verraten. Und dann das Programm. Nathan Gray (solo), Radkey (wer auch immer das sein soll) und meine geliebten Boysetsfire. Aufwärmen für das große Festival am kommenden Tag. Ich bin gespannt

Der Schuppen scheint zu halten, was mir versprochen wurde. Hinterhof-Flair, Industriehalle, alles sehr unschick und echt. Gefällt mir. Als ich ankomme, sind die Jungs von BSF dabei, einen wahren Medien-Marathon abzuleisten. Interviews hier, Interviews da, mal vor laufender Kamera, mal klassisch mit Stift und Notizblock. Hier ist echt gut was los.

Nathan Gray mit klasse Sound und noch besserem Licht

Nathan Gray beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

Nathan Gray beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

Nach kurzem Plausch mit Nathan, Robert und dem Rest der Bande geht es dann auch schon rein ins Vergnügen. Nathan eröffnet den Abend mit seinem Soloprogramm. Das kenne ich ja schon, habe ich am Abend zuvor in Hamburg gesehen. Allerdings ist heute doch alles ein wenig anders – besser. Der Sound stimmt, ist gewaltig, der Bass wummert ins Gebein, und endlich gibt es auch mehr als nur einen roten Strahler, um die Bühne zu erleuchten. Die anfänglich noch recht skeptischen Blicke derer, die das Ritual heute zum ersten Mal sehen, verändern sich von Song zu Song. Am Ende, nachdem Nathan die Bühne zu Kleinholz verarbeitet hat, sind alle mehr als zufrieden. Well done, Mr. Gray!

Ich bin geplättet: Radkey rocken das Haus

Radkey beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

Radkey beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

Radkey machen sich bereit, den Laden in Beschlag zu nehmen. Drei sehr junge Brüder aus St. Joseph, Missouri, die einen beachtlich erwachsenen Punkrock auf die Bühne bringen. Meine Fresse, diese Jungs muss man sich unbedingt merken. Da wird mit Sicherheit noch einiges mehr kommen. Das ist Punkrock, wie ich ihn lange nicht gehört habe. Gerade heraus, ohne allzu viele Schnörkel, mit einem Bariton-Gesang, der in der Szene selten vorgetragen wird. Klasse Gitarrensoli, starke Bassläufe und ein treibender Schlagzeugbeat. Läuft.

Boysetsfire trotzen den technischen Problemen

Boysetsfire beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

Boysetsfire beim Family First Pre Fest (Photo by AngryNorman)

 

Jetzt ist auch der letzte Honk im Laden bereit für das große Finale. Boysetsfire machen sich bereit, aber schon beim Soundcheck offenbaren sich kleine und große Pannen. Naja, was soll’s, heute ist ja schließlich Generalprobe. Mit dem ersten Akkord zu „After the eulogy“ brechen dann alle Dämme. Pogo vom Allerfeinsten, es wird geschubst, getanzt und mitgesungen. Herrlich. Auf der Bühne ein ähnlich kraftvolles Bild. Nathan in seiner angestammten Rolle, daneben Robert als Einpeitscher. So kenne ich die Jungs, so will ich sie sehen. Der Spaß, von dem sie immer reden, steht ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben.

Die immer wieder auftretenden technischen Probleme – allen voran die mit Nathans Mikrofon – sorgen nur kurz für schlechte Stimmung. Letztlich werden BSF von den Fans gefeiert. Mit nassen T-Shirts verlassen alle Anwesenden das Gebäude 9. Vor der Tür stehen Nathan und Co. dann noch für diverse Selfies und lockere Gespräche zur Verfügung, ehe sich der Mob in alle Himmelsrichtungen verteilt.

Es war ein schöner Abend – und das Highlight steht noch bevor.

Morgen mehr in AngryNorman on tour, Tag 3: Family First Festival in Köln

Lest auch Teil 1 der Konzertreise: Nathan Gray solo in Hamburg

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Auch an dieser Stelle geht der Dank wieder an End Hits Records und Uncle M.

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